Cornelia Rémi
Lehr- & Lernangebote

Lernen: Erkunden & Entdecken

»Improvising means coming prepared, but not being attached to the preparation.
Everything flows into the creative act in progress.
Come prepared, but be willing to accept interruptions and invitations.
Trust that the product of your preparation is not your papers and plans, but yourself.«


Stephen Nachmanovitch:
The Art of Is

Lernen umfasst für mich das Erkunden neuer Denkräume.
Lernen ist Bewegen und Entdecken, Betasten und Bestaunen —
von Texten, Wörtern, Gegenständen und Gedanken.

Zwei Kernkonzepte leiten mich beim Gestalten von Lernprozessen: die Improvisation und das Abenteuer. Diese beiden Konzepte bilden das Fundament meiner Lehr- & Lernangebote: Ich führe Situationen herbei, um Menschen in all ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit zum Erkunden und reflektierten Erleben zu bewegen.

Improvisation beschreibt dabei eine Grundhaltung gegenüber unserer dynamischen und komplexen Welt. Improvisieren ist der wache und lebendige Dialog mit einer Situation in ihrer ganzen Fülle, getragen von profunder Vorbereitung und Erfahrung.

Abenteuer beschreibt die Qualität der Situation selbst, auf die ich mich gemeinsam mit Lernenden improvisierend einlasse. Abenteuer ist das, was mir unerwartet in den Weg purzelt, was mich herausfordert, mich auf die Probe stellt und mir spontanes, klares Handeln abverlangt.

Seit 2005 gestalte ich akademische Lernräume zur Literaturwissenschaft, zur Literaturdidaktik und zum wissenschaftlichen Schreiben — als Lehrstuhlvertreterin an den Universitäten in Eichstätt, Würzburg und Tübingen und als Akademische Rätin und Oberrätin auf Zeit an der LMU München.

Außerdem entwickele ich als Trainerin und Referentin für Fortbildungen zum professionellen Kommunizieren und Texthandeln, zum kreativen Handeln und kritischen Denken Umgebungen für tiefe Lernerfahrungen weit über das Alltagslernen hinaus, auf Deutsch ebenso wie auf Englisch.

Und als Vorlesepatin an einer Münchener Grundschule kann ich mit den Kindern meiner Gruppe frei von Notendruck Geschichten und Wörterwälder durchstöbern!

 

Qualifikationen & Referenzen

Erwachsenenbildung

Qualifikationen

Themen

Referenzen

Hochschuldidaktik

Qualifikationen

Themen

Referenzen

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Qualifikationen

Referenzen

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Workshop-Portfolio

Mit verschiedenen thematischen Bausteinen gestalte ich Workshops für ganz unterschiedliche Lehrzusammenhänge und Zielgruppen: von der kurzen Miniatur-Übung (z. B. im Rahmen einer Schreibnacht) bis hin zu mehrtägigen Werkstätten, vom einheitlichen Teilnehmerkreis bis hin zu bunt zusammengewürfelten heterogenen Gruppen.

Schlüsselqualifikationen

Kreatives akademisches Schreiben & Schreiblust

Grundbausteine Schreiben

Strukturieren entstehender Texte

Berufliches Schreiben: Textsortenkompetenz

Sonstiges

Schreibwerkstätten für Kinder, Leseförder-Projekte u.a.

Expedition ins Abenteuerschreiben: Schreibwerkstatt für Promovierende
Experimental and Playful Academic Writing

Ihre Dissertation konfrontiert Sie mit komplexen Schreibaufgaben, bei denen schulische Schreibstrategien nicht mehr richtig funktionieren: Sie müssen völlig neues Wissen entwickeln und sprachlich fassen. In diesem Prozess kann Schreiben nicht einfach nur Klebstoff sein, mit dem Sie fertige Gedanken aufs Papier leimen. Vielmehr ist Schreiben ein zentrales Denk- und Erkenntnisinstrument, mit dem Sie überhaupt erst zu neuem Wissen gelangen.
Im Rahmen dieses Workshops unterstütze ich Sie dabei, akademisches Schreiben als offenes Abenteuer zu erleben und als Erkenntniswerkzeug zu nutzen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie ein großes Schreibprojekt in den Workshop mitbringen, über das Sie im Augenblick intensiv nachdenken, und dass Sie dazu bereit sind, sich auch auf unkonventionellere, spielerische und experimentelle Techniken (nach Elbow, Gendlin, Scheuermann u. a.) einzulassen.

Lernziele:

  1. die Bedeutung von Unbestimmtheit und Ungewissheit in akademischen Arbeitsprozessen verstehen
  2. Techniken des explorativen und heuristischen Schreibens gezielt einsetzen
  3. Verfahren einsetzen, um ungeformte, anfänglich kaum zu artikulierende Ideen in eine bearbeitbare Form zu bringen

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Klar im Kopf:
Kritisches Denken als Navigationswerkzeug für professionelles Handeln

Die Datenflut des digitalen Zeitalters und der sozialen Online-Netzwerke überschwemmt und überfordert uns alle: Aus zahllosen Kanälen quillt unablässig ein Strom widersprüchliger Informationen auf uns ein. Fast nie fügen sie sich zu einem harmonischen Gesamtbild, sondern widersprechen einander und sind oft kaum miteinander zu versöhnen. Verschiedene "Wahrheiten" oder Versionen von Realität scheinen nebeneinander zu existieren.
In einer solchen Umgebung suchen wir nach Klarheit und Orientierung. Wir wünschen uns einfache Erklärungen — ein Bedürfnis, das uns anfällig für Manipulationen macht. Um die verwirrend komplexe Ausgangslage einer solchen Arbeitsumgebung mit ihren ständigen Metamorphosen erfolgreich zu bewältigen, braucht man Techniken, die dabei helfen, aufnahmefähig und aufmerksam zu bleiben, Veränderungen klar zu erfassen und angemessen darauf zu reagieren. Wichtig ist es auch, nicht nur die Arbeitsumgebung, sondern auch das eigene Verhalten im Blick zu behalten und flexibel nachzujustieren, falls die veränderte Situation es erfordern sollte. Das Konzept des kritischen Denkens (kD) bietet hierfür ein brauchbares, praxisnahes Arsenal an Werkzeugen. Es hilft Berufstätigen dabei, regelmäßig Techniken der Wahrheits-suche zu pflegen und so dauerhaft eine Haltung einzunehmen, die gegen die Verführung durch Falschinformationen schützt. Als universelle Schlüsselfertigkeit im Bereich der Information Literacy unterstützt kritisches Denken langfristig das Wissens- und Qualitätsmanagement des Unternehmens auf Mikroebene und fördert außerdem die Personalentwicklung.

Lernziele:

  1. Sie überblicken das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, die zu Denkfehlern und Fehlentscheidungen beitragen. Sie sind sich eigener kognitiven Schwächen bewusst und erkennen problematische Situationen.
  2. Sie verfügen über ein strukturiertes Repertoire diagnostischer Werkzeuge und Maßnahmen, um grundlegenden Denkproblemen vorzubeugen und auf Manipulationsversuche angemessen zu reagieren.
  3. Sie finden Einsatzmöglichkeiten für kritisches Denken in ihrem persönlichen Arbeitsumfeld und wenden die Werkzeuge des kritischen Denkens auf Probleme aus ihrem beruflichen Alltag an. Sie entwickeln individuelle Strategien für den weiteren Transfer kritischen Denkens in ihr berufliches Handeln.
  4. Sie erleben kritisches Denken als Faktor in beruflichen Entscheidungssituationen und beschäftigen sich damit, wie sie seine Elemente in ihr Verhaltensrepertoire übernehmen können.

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Aufbruch ins Neue: Kreatives Handeln

Jeder Mensch wird kreativ geboren. Kreatives Denken und Handeln zählen zu den Schlüsselfertigkeiten, mit denen wir unser Leben bewältigen. Wir sind umgeben von einer Welt, die uns mit immer wieder neuen, unerwarteten Problemen konfrontiert, für die es keine Musterlösungen gibt. In solchen Situationen ist kreatives Handeln ein entscheidender Erfolgsfaktor, im Studium und Berufsleben ebenso wie im privaten Alltag.
Unsere kreative Grundbegabung lässt sich ausbauen und gezielt pflegen! In diesem Workshop lernen Sie Ihren kreativen Prozess mit seinen wilderen und geordneteren Anteilen näher kennen. Sie probieren verschiedene Werkzeuge und Techniken aus, die Ihnen dabei helfen, Ihr schöpferisches Potential ergiebig zu nutzen. Bringen Sie persönliche Projekte oder Herausforderungen in den Workshop mit, an denen Sie arbeiten m&oml;chten.
Wir werden uns nicht nur intensiv miteinander unterhalten, sondern auch viel schreiben, zeichnen und uns im Raum bewegen. Bitte achten Sie deshalb auf bequeme Kleidung und nehmen Sie zum Kritzeln Papier und Stifte mit.

Lernziele:

  1. Sie verstehen, wie kreative Prozesse funktionieren und welche Rahmenbedingungen sie begünstigen.
  2. Sie begreifen, was eine kreative Haltung ausmacht und wie Sie selbst in diese Haltung finden können.
  3. Sie nutzen Strategien des divergenten Denkens und geeignete Methoden für einen "kreativen Warm-Up".
  4. Sie kennen Methoden, um Probleme genauer zu erfassen, und wenden sie auf eigene Fragestellungen an.
  5. Sie nutzen Kreativtechniken, um frische Ideen zu generieren.
  6. Sie nutzen Kreativtechniken, um Ihre neuen Ideen zu ordnen und zu bewerten.

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Improvisieren

Begegnungen mit anderen Menschen (etwa in der akademischen Lehre) lassen sich nicht hundertprozentig planen oder kontrollieren, selbst wenn man sich noch so gewissenhaft darauf vorbereitet: zu vielfältig sind diese Menschen und ihre Anliegen, zu unterschiedlich und unvorhersehbar die Situationen, in denen ich mich unverhofft wiederfinde. Wie kann ich damit umgehen, dass im Ernstfall nicht alles so läuft, wie ich es geplant habe — und dass es meine Kräfte übersteigt, meinen Alltag bis in die letzte Minute hinein durchzuchoreographieren?
Antworten auf diese Fragen bietet die Improvisation — die Kunst, sich mit dem Unerwarteten zu arrangieren. Sie ist keine Lizenz zu Faulheit und schlampiger Vorbereitung, sondern eine flexible und kreative Grundhaltung, die hilft, mit Situationen zurechtzukommen, auf die man sich schlicht und einfach nicht vorbereiten kann. Wer improvisiert, setzt sich mit Entdeckerfreude, Offenheit und Mut zum Risiko einer komplexen Kommunikationssituation aus, versucht, das Beste daraus zu machen — und hat meistens auch noch Spaß dabei.
Der Workshop unterstützt Sie, sich diese improvisatorische Grundhaltung anzueignen und in sie hineinzufinden. Es macht sich die motivierende Kraft des gemeinsamen Spielens zunutze, um aufbauend auf dieser Grunderfahrung intensivsten Erkundens zu nachhaltigen Lernerfahrungen zu gelangen. Die Teilnehmenden experimentieren mit zentralen Elementen ihres Handlungsrepertoires und entwickeln dabei neue Ideen für die konstruktive, lebendige und authentische Zusammenarbeit.

Lernziele:

  1. Sie können Ihre Wahrnehmung schärfen und sich für Impulse aus der Umgebung öffnen.
  2. Sie sind mit allen Sinnen und Gedanken präsent im Hier und Jetzt.
  3. Sie wissen, wie Sie klare, eindeutige Botschaften senden.
  4. Sie lassen Assoziationen zu und erlauben sich Spontaneität.
  5. Sie können aufmerksam auf anderen eingehen und mit ihnen fruchtbar kooperieren.
  6. Sie entwickeln Freude am Unvorhersehbaren und finden Sicherheit in der Ungewissheit.

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Selbstbehauptung im Bildungskontext

Das Trainingsangebot ist als Impuls gedacht, der längerfristige Prozesse der Persönlichkeitsentwicklung im Hochschulkontext ansto├čen und diese Veränderungen in einer initialen Orientierungs- und Beobachtungsphase begleiten soll. Leitend ist dabei der Gedanke, den Teilnehmenden Werkzeuge an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie Lehrsituationen aktiv und produktiv so mitgestalten können, dass Lernende ihre individuellen Bedürfnisse und förderliche Faktoren für ihre Lernprozesse in den Fokus holen und dort halten können.

Im Zentrum des Trainings stehen Wahrnehmungsübungen und kleine Verhaltensexperimente in Gestalt von Rollenspielen und anderen interaktiven Methoden, begleitet von strukturierter Reflexion, unterstützt von kurzen Theorieimpulsen und dem Erfahrungsaustausch in unterschiedlichen Konstellationen.

Lernziele:

  1. Sie verfeinern und strukturieren Ihre Wahrnehmung von Lehrsituationen.
  2. Sie erweitern Ihr Verhaltensrepertoire für die Verständigung im Lehrkontext.
  3. Als Lernende:r können Sie Lehrsituationen auf der Grundlage Ihrer persönlichen Bedürfnisse und Interessen aktiv und produktiv mitgestalten.
  4. Als Lehrende:r können Sie eine Lernumgebung auf der Höhe zeitgemäßer Modelle des Lehrens und Lernens schaffen, in der Sie durch Pflegen von Kommunikationsprozessen mit den Bedürfnissen und inneren Entwicklungen Ihrer Studierenden in Kontakt bleiben.

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Exploratives und epistemisches Schreiben für Promovierende
Explorative and Epistemic Writing for PhD Students

In diesem Workshop experimentieren Sie damit, im Rahmen Ihres laufenden großen Schreibprojektes das Schreiben in verschiedenen Formen als Erkenntniswerkzeug zu nutzen. Die erste Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihr großes Schreibprojekt in den Workshop mitbringen, über das Sie im Augenblick intensiv nachdenken, und dass Sie sich mit anderen darüber austauschen wollen. Die zweite Voraussetzung ist, dass Sie dazu bereit sind, sich auch auf unkonventionell anmutende, oft spielerische Techniken und Arbeitsverfahren einzulassen, mit deren Hilfe Sie Ihr Arbeitsprojekt anders als zuvor wahrnehmen werden. Wir arbeiten im Wechselspiel von Sprache, Gefühlen und Gedanken.

Lernziele:

Nach Abschluss dieses Workshops verstehen Sie die Bedeutung von Unbestimmtheit und Ungewissheit in akademischen Arbeitsprozessen besser. Sie kennen Techniken des heuristischen, explorativen Schreibens, um ungeformte Ideen in eine bearbeitbare Form zu bringen. Sie können diese Techniken gezielt und reflektiert nutzen, um Ihren eigenen Arbeitsprozess ergiebiger zu gestalten.

  1. Sie können Ihren Schreibprozess besser überblicken.
  2. Sie können Werkzeuge für verschiedene Phasen des Schreibprozesses gezielt einsetzen.
  3. Sie können Probleme im eigenen Schreibverhalten besser identifizieren und passend gegensteuern.
  4. Sie nutzen Schreiben als Denkwerkzeug, das nicht nur dem Verschriftlichen bereits vorhandener Gedanken dient, sondern durch das Gedanken überhaupt erst entstehen.

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Kopfarbeit mit Bauchgefühl:
Schreibdenken als fundamentale wissenschaftliche Arbeitstechnik

(»Mental Work and Gut Feeling – Writing as a Fundamental Strategy of Academic Work.«) Wer ans wissenschaftliche Schreiben denkt, hat dabei oft nur an den klaren, aufgeräumten Text vor Augen, der dabei am Ende entstehen soll. In diesem Workshop dagegen geht es um die oft ganz anders gearteten Schreib- und Denkprozesse, die einem solchen Produkt vorausgehen. Die Teilnehmer lernen Werkzeuge kennen, um auch die wilde, assoziative, emotionale Suche nach Ideen und Argumenten als Phase wissenschaftlichen Arbeitens ernst zu nehmen und produktiv zu nutzen.

Lernziele:

  1. Sie erkennen den Wert der emotionalen, wilden, assoziativen Anteile des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses.
  2. Sie verstehen den Wert des Schreibens als Denkwerkzeug zum Umgehen mit bzw. Bewältigen, Dokumentieren und Bändigen dieser Anteile.
  3. Sie können Techniken nutzen, um sich Unausgesprochenem zu nähern und es sprachlich zu fassen.
  4. Sie nutzen Methoden, die Ihnen in mehreren Stufen dabei helfen, den wilden Gedankendschungel zunächst einmal festzuhalten, sich danach aber auch in mehreren Schritten einem geordneteren, reflektierteren gedanklichen Gebilde zu nähern.

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Schreiben mit allen Sinnen

Im Studium musst du viele Texte in hohem Tempo zu schreiben. Wichtig sind dabei vor allem die Inhalte, nicht die Form der einzelnen Buchstaben, denn um die kümmert sich ja automatisch das Textverarbeitungsprogramm deiner Wahl. In diesem Workshop dagegen nehmen wir ganz gezielt Tempo und Stress aus dem Schreiben heraus und nähern uns dem Schreiben von den Formen statt vom Inhalt her: Wir experimentieren mit Strichen, Bögen, Schwüngen und Linien, mit verschiedenen Schreibmaterialien und mit unseren eigenen Händen. Konzentriert und langsam entdecken wir dabei das Formenrepertoire unserer Schrift von seinen Grundbausteinen her und erfahren Schreiben als Handeln mit allen Sinnen. Nicht deine alltägliche Handschrift steht dabei im Mittelpunkt, sondern das, was über die Handschrift hinausgeht: das bewusste Gestalten außergewöhnlicher, ausdrucksvoller Schriftkunstwerke.

Lernziele:

  1. Geschichte und Funktionen der Kalligraphie (Schwerpunkt lateinisches Alphabet) überblicken
  2. Handschrift als alternative Schreiberfahrung zum Tippen am Computer reflektieren
  3. Elemente zum kalligraphischen Gestalten von Schriftkunst ausprobieren
  4. sinnliche und formbezogene Komponenten des Schreibens als Komplemente zum inhaltsbetont-intellektuellen akademischen Schreiben erleben

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Schreibschub für die Sommerferien!
Lustvolles und spielerisches Schreiben in den Wissenschaften

Unmittelbar vor Beginn der vorlesungsfreien Zeit stattet dieser Workshop euch mit allerlei praktischen Ideen und Werkzeugen aus, damit ihr voller Vorfreude und vergnügter Neugier zu euren Wanderungen durchs Gebirge der anstehenden größeren und kleineren Schreibaufgaben aufbrechen könnt. Den roten Faden des Nachmittags bildet dabei der Beitrag von Intuition und »Bauchgefühl« zu wissenschaftlicher Kreativität und Innovation. Wir besprechen und erproben Schreibtechniken und Übungen für verschiedene Phasen und Anteile eines wissenschaftlichen Schreibprozesses, unter anderem zum Entwickeln von Ideen, zum Sprung in den Schreibfluss und zum Ordnen von Gedankenchaos im Kopf. Bitte bringt ein eigenes konkretes Schreibprojekt (Hausarbeit, Abschlussarbeit) in den Workshop mit, mit dem ihr im Sommer vorankommen wollt.

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Schreibsprudeln

Schreiben ist die Ursuppe des Denkens. Das Nachdenken übers eigene Schreiben kommt in den Wissenschaften aber oft viel zu kurz. In dieser zweiteiligen BarCamp-Session beim HistoCamp 2016 haben Karoline Döring und ich mit den Teilnehmenden experimentiert, wie sich das eigene Schreiben und die Verständigung darüber zum Brodeln und Sprudeln bringen lassen. In einem zweiten Schritt ging es unter dem Motte "Gedankenbrutstätten basteln" um die Frage, wie sich Schreibprozesse ergiebig in Lehrveranstaltungen einpuzzeln lassen.

Lernziele:

  1. Prozesscharakter wissenschaftlichen Schreibens und Vielfalt akademischer Schreibmodi bewusst wahrnehmen
  2. Individuelle Schreibvorlieben und persönliches Schreibverhalten reflektieren und Alternativen kennen
  3. Erkunden niederschwelliger spielerischer Schreibmethoden für akademische Lehrveranstaltungen

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Schreibpfade zu Hölderlin erkunden

Entwickelt für den Aktionstag »Vom Turm ins Klassenzimmer« der Universität Tübingen (8. Juli 2017).

In diesem begrenzten zeitlichen Rahmen lässt sich nur andeuten (und vor allem: andeutend gemeinsam ausprobieren!), wie eine schreibende Annäherung an Hölderlins Texte, vor allem an seine späte Lyrik, aussehen und funktionieren kann. Ich biete deshalb keine dramaturgisch geschlossene Unterrichtseinheit mit fixem Erkenntniskurs an, sondern lade Sie anhand dreier Schreibimpulse ein, sich mit dem eigenen Schreiben als Denk- und Erkenntnisinstrument auseinanderzusetzen.

Friedrich Hölderlin bietet sich dafür besonders an, weil Verbindungen von Schreiben und Bewegung in seinem Leben und Schaffen eine besondere Rolle spielt: Im räumlich bewegten Leben, das hin zwischen verschiedenen Stationen hin und hertreibt, in den Gedankenreisen seiner Gedichte, die über die jeweilige Gegenwart und den Standort der Sprecherfiguren hinaus weit ausgreifen auf antike Mythen und die Schauplätze der alten Geschichte, im Mikrokosmos der gedanklichen Bewegungen und Sprünge innerhalb einzelner Texte, aber vor allem auch in den Schreibbewegungen, die für uns in seinen überlieferten Manuskripten und Skizzen greifbar werden - genannt sei hier exemplarisch das berühmte Homburger Folioheft als Handschrift, in der sich dieser Werkstattcharakter der einzelnen Seite besonders ergiebig beobachten lässt (wechselseitiges Aufeinander-Angewiesensein von Edition und Interpretation). Diese in der Schrift- und Linienführung bewegten Texte sind in ihrer Editionsgeschichte berüchtigt.

Das Schreiben geht aus von einem solchen work in progress, das in seiner unvollkommenen Offenheit und dem Nebeneinander der Textschichten Platz für Assoziationen in der Erstbegegnung mit dem Text besonders nachdrücklich einfordert und zu ihnen ermutigt. Es schreitet voran durch Stationen des tastenden Erkundens und Be-Schreibens entlang an Texten und Erfahrungen Hölderlins, wobei neben den Basistexten nach Möglichkeit auch weitere Bausteine Hölderlin'schen Schreibens in den Workshop mit einbezogen werden.

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Schreibtypen & Schreibphasen

Für erfolgreiches akademisches Schreiben gibt es kein Patentrezept. Strategien und Techniken für das wissenschaftliche Schreiben sind so unterschiedlich wie die schreibenden Wissenschaftler selbst. Eine deiner wichtigsten Aufgaben im Studium besteht deshalb darin, dir bewusst zu machen, welcher Ansatz für dich ganz persönlich besonders gut funktioniert. Dieser Workshop unterstützt dich dabei, mehr über deine individuellen Schreibvorlieben herauszufinden, deinen Schreibprozess zu durchdenken und weiterzuentwickeln.

Lernziele:

  1. erkennen und reflektieren, dass es keine Standardmethode für wissenschaftliches Schreiben gibt
  2. prozessbezogene Qualitätsstandards für einen gelingenden wissenschaftlichen Schreibprozess bestimmen
  3. ein Überblicksmodell für Schreibprozesse kennen und es zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Schreiben anwenden
  4. das eigene Schreibprofil beschreiben und im Gespräch reflektieren; Chancen und Risiken dieses Schreibprofils kennen
  5. Techniken, Methoden und Strategien kennen, um die eigene Schreiberfahrung und Schreibqualität zu optimieren (Schreiben, soziale Interaktion, Feedback- und Überarbeitungstechniken)

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Elementary Expedition Equipment:
Tools to Start your Writer's Journey

Academic writing means exploring uncharted territory, which may feel overwhelming and scary when you first set out to write a term paper (not to mention your degree thesis …). This workshop will introduce you to a handful of simple techniques that will help you launch your writer's expedition successfully and overcome some key barriers during your writing process: How do I get started? How do I generate material? And how do I start structuring and organizing it? Please bring a writing project of your own; you will need some concrete subject matter that you can use as a test area for our exercises.

Learning objectives:

  1. Developing a sense of your own writing routines, priorities and challenges, based on the model of writing modes
  2. Being aware of differences between writing at secondary school level (primarily teacher-focussed, based on the teacher's expectations) and university level
  3. Trying out and familiarizing yourself with easy techniques for overcoming initial fears of writing and developing writing fluency (routine, regular writing, diary/logbook), generating material (freewriting, card piles, sticky-notes) and organizing material (spatial awareness, mapping, pathmaking)
  4. Develping an awareness of the necessity of recurrent loops and the importance of editing and re-writing as essential parts of the writing process

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Vom Entwurf zur fertigen Abschlussarbeit

Academic writing means exploring uncharted territory, which may feel overwhelming and scary when you first set out to write a term paper (not to mention your degree thesis …). This workshop will introduce you to a handful of simple techniques that will help you launch your writer's expedition successfully and overcome some key barriers during your writing process: How do I get started? How do I generate material? And how do I start structuring and organizing it? Please bring a writing project of your own; you will need some concrete subject matter that you can use as a test area for our exercises.

Lernziele:

  1. Die Teilnehmenden verstehen Funktion und Anforderungen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit in ihrem Fachbereich.
  2. Die Teilnehmenden überblicken Phasen und Komponenten wissenschaftlicher Schreibprozesse; sie können mit Hilfe dieses Wissens ihre eigene Schreibsituation und ihre Schreibgewohnheiten analysieren und individuelle Probleme identifizieren.
  3. Die Teilnehmenden kennen Werkzeuge und Techniken, mit denen sie Schreibsituation und Schreibprozess bei Problemen gezielt nachjustieren können, insbesondere in den Bereichen: Themenfindung und Thesenbildung, Zeitmanagement, Prozess-Steuerung, Schreibroutinen, Ideenfindung, Gliederung, flüssiges Schreiben, adressatenorientiertes Schreiben, Überarbeiten (mit Überlegungen zu Stilfragen und zur deutschen Wissenschaftssprache)
  4. Die Teilnehmenden kennen und nutzen ihre persönlichen Ressourcen, um ihren Arbeitsprozess strategisch zu gestalten.
  5. Die Teilnehmenden verstehen, dass Momente der Entspannung und emotionalen Entlastung, der seelischen Hygiene und des scheinbar passiven "Gären Lassens" von Ideen zum Schreibprozess dazugehören.

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Jonglieren mit fremden Stimmen:
Warum, wozu und wie zitieren wir?

Zitate gelten unter Studierenden oft schon fast als Folterinstrumente, obwohl sie einer der wichtigsten und vielseitigsten Bausteine wissenschaftlicher Texte sind. Dieser Workshop möchte Sie dabei unterstützen, Ihre Wahrnehmung für gutes Zitieren zu schärfen und Zitate souverän zu handhaben: Warum muss ich beim akademischen Schreiben überhaupt zitieren? Welche Vorarbeiten muss ich leisten, um korrekt zitieren zu können? Was für Arten von Zitaten gibt es, und was leisten sie? Welche Vor- und Nachteile haben verschiedene Zitierweisen? Bringen Sie zum Workshop bitte eine wissenschaftliche Fachpublikation mit, aus der Sie in Ihrer nächsten Hausarbeit zitieren möchten. (Wir werden das weite Feld des Zitierens in diesem Workshop nicht vollständig beackern können. Falls Sie ganz konkrete Detailfragen zum Zitieren haben, schicken Sie mir dieses bitte bis spätestens 5 Tage vor dem Workshop!)

Lernziele:

  1. Bewusstsein für Funktionen von Zitaten und Literaturbelegen beim wissenschaftlichen Schreiben entwickeln
  2. Verschiedene Formen des Zitierens und des korrekten Einbindens fremder Gedanken in den eigenen Text kennen und voneinander unterscheiden.
  3. Verschiedene Publikationstypen und deren bibliographische Kerndaten kennen.
  4. Sich besonderer Herausforderungen beim Zitieren bewusst sein.

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Schreibroutinen entwickeln: Spring in den Schreibfluss!

Wer die Arbeitszeit für die Abschlussarbeit optimal ausnutzen möchte, sollte von Anfang an regelmäßig und viel schreiben. Leichter gesagt als getan: Wie soll ich anfangen zu schreiben, wenn ich mein Thema (meine Hypothesen, meine Argumente, die Forschungsliteratur, …) noch gar nicht überblicke? Und wie kann ich Schreibroutinen entwickeln, wenn jeder Arbeitstag mich mit neuen Ideen konfrontiert? Dieser Workshop unterstützt Sie dabei, angesichts der Fülle des Unkalkulierbaren und Unerwarteten beim wissenschaftlichen Arbeiten Sicherheit und Rückhalt im regelmäßigen Schreiben zu finden. Sie hinterfragen dazu Ihre persönlichen Schreibvorlieben, identifizieren Ihre Schwachstellen und lernen Werkzeuge und Techniken kennen, mit denen Sie diese Schwächen austricksen und Ihre Stärken zum Blühen bringen können.

Lernziele:

  1. Eigene Schreibgewohnheiten systematisch prüfen und bewerten
  2. Werkzeuge kennen, um längere Schreibprozesse zu planen und zu kontrollieren
  3. Techniken kennen und anwenden können, um Schreiben in den Alltag zu integrieren und es als alltägliche Routine zu strukturieren und zu gestalten
  4. Die Funktion des Schreibens als Denkwerkzeug zum Umgehen mit bzw. Bewältigen, Dokumentieren und Bändigen auch schwer greifbarer, noch kaum zu verbalisierender Erkenntnisse und Intuitionen erfahren
  5. Techniken kennen und anwenden können, um sich solchem Unausgesprochenem zu nähern, es zu dokumentieren und so der reflektierenden Weiterverarbeitung zugänglich zu machen

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Eisbrecher und Tauwetter:
Umgehen mit »Schreibblockaden«

Ein Blatt Papier oder ein Computerbildschirm können kälter und leerer wirken als die Einsamkeit der tiefsten antarktischen Eiswüste, wenn man vor ihnen sitzt und verzweifelt mit den eigenen Gedanken ringt. Entweder wollen die sich nämlich gar nicht erst einstellen – oder aber sie weigern sich beharrlich, sich mit Worten fassen und in zusammenhängenden Sätzen festhalten zu lassen. In diesem Workshop beschäftigen wir uns damit, was uns beim Schreiben stört, blockiert, bremst und behindert: was uns gar nicht erst anfangen lässt zu schreiben und was uns davon abhält, auf unserer Schreibreise voranzukommen, wenn wir erst einmal unterwegs sind. Du blickst deinen persönlichen Monstern tief ins Auge und lernst ein Arsenal an Werkzeugen kennen, um sie in Schach zu halten – und womöglich sogar zu zähmen …

Lernziele:

  1. Vorstellungen einer idealen Schreibsituation und die eigene Schreibrealität reflektieren, (falsche) Erwartungen abklären
  2. persönliche Schreibhindernisse in Arbeitsdistanz rücken und artikulieren
  3. Ursachen und Erscheinungsformen von Schreibproblemen überblicken
  4. Werkzeuge zum Steuern von Schreibprozessen und zum Überwinden gängiger Schreibhindernisse kennen lernen und ausprobieren
  5. individuelle Gegenmaßnahmen und Lösungsstrategien gegen Schreibhindernisse entwickeln

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Von der Vorlesung zum persönlichen Lernskript

»Mitschreiben? Lädt der Prof denn kein Skript hoch?« – Vorlesungen an der Universität bedeuten für viele Studierende eine neue Herausforderung: Sie sollen eigenständig einen mündlichen Vortrag mitschreiben – und sich mit diesen Notizen dann auch noch auf Prüfungen vorbereiten. Wir beschäftigen uns in diesem Workshop mit Techniken, um eine solche Mitschrift als persönliches Lernskript zu gestalten und die Vorteile zu nutzen, die sich dabei ergeben. Denn beim Mitschreiben lernt man nicht nur Fachinhalte – man lernt auch, Informationen aufzubereiten und zu strukturieren.

Lernziele:

  1. Vorlesungen als Gelegenheit zum Entwickeln individueller Notiz- und Lernstrategien erkennen
  2. Wert des eigenen (Hand-)Schreibens als Denkwerkzeug erfahren
  3. verschiedene Techniken kennen und anwenden können, um mündliche Vorträge schriftlich strukturierend zu erfassen
  4. Möglichkeiten der Nachbereitung und der Klausurvorbereitung kennen

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»Verstehen wir uns?«
Schreibwerkstatt für Antworten in der Arzneimittelinformation

Entwickelt für den 5. Kongress für Arzneimittelinformation des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (Köln, 3./4. Februar 2017).

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Von der Exzerptlawine zur Gliederung:
Wie ordne und strukturiere ich mein Material?

»Meine Gliederung? Ich hab da schon eine Idee: (A) Einleitung – (B) Hauptteil – (C) Schluss …« Wer eine Klausur zu schreiben hat, dem fällt es noch relativ leicht, sein Gedankenmaterial zu einem kohärenten Text zu arrangieren, weil Zeitrahmen und Fragestellung deutlich begrenzt und deshalb gut zu überschauen sind. Wer sich dagegen an einer Hausarbeit oder gar einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit versucht, sieht sich mit zunehmend unübersichtlichen Mengen an sperrigem Material konfrontiert, die sich mit einfachen »Standard«-Gliederungsschemata nicht mehr bewältigen lassen. Eine wichtige Aufgabe von Wissenschaftlern besteht deshalb darin, für jeden ihrer Texte eine Gliederung zu entwickeln, die optimal zum jeweils bearbeiteten Material und zur eigenen Fragestellung passt. In diesem Workshop experimentieren wir mit verschiedenen Techniken, um eine solche Gliederung zu suchen und zu finden. Die Teilnehmer sollten ein eigenes laufendes Arbeitsprojekt in den Workshop mitbringen, an dem sie diese Techniken ausprobieren können.

Lernziele:

  1. Bewusstsein für das Strukturieren als dauerhaft mitlaufenden Modus im Schreibprozess entwickeln
  2. rhetorisches Bewusstsein gewinnen für die Funktionen von Gliederungen und die Parameter im Kommunikationssystem Wissenschaft, die eine Gliederung beeinflussen
  3. graphische und narrative Techniken zum Gliedern komplexen Gedankenmaterials anwenden können

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From Clutter to Clarity:
Rewriting, Editing, and Polishing Academic Texts

Academic writing is a tricky and intricate process. Although you might think that you have just »finished« writing a paper or an article, you will often find that you have barely even started. What you have finished may be just the so-called »first draft« of your text, which means that the stressful process of rewriting it lies still ahead of you. In this workshop we will take a closer look at criteria for a well-written academic text in the English language and put a few basic rewriting methods to the test. Since this is a workshop, we will actually be working on our texts! Therefore please bring a text sample of your own that you would like to improve (not more than 1.5 pages, double-spaced, in a 12-point font with serifs, e. g. Garamond, Times New Roman or Palatino). If you are not working on an English paper at the moment, try to simulate one and write about central arguments and ideas from your current work.

Learning objectives:

  1. Understanding the key functions of recurrent loops of editing and rewriting for the academic writing process and of the expenditure of time necessary for a thorough, solid rewriting stage
  2. Understanding stylistic criteria for well-written academic texts in general (disciplinary differences aside), understanding ›good writing‹ from a reader's point of view
  3. Understanding the different levels of a text's texture and their strategic importance for revising it (HOCs and LOCs)
  4. Becoming acquainted with basic techniques for rewriting a draft, enabling the participants to make informed decisions about using them in their own writing process later on

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Argumentieren und Formulieren in der Schreibpraxis (online, ganzsemestrig)

Wir beschäftigen uns in diesem Kurs mit der Frage, wie sich ein akademischer Text in Makro- und Mikrostruktur gedanklich anspruchsvoll, logisch plausibel, nachvollziehbar und leserlich gestalten lässt. Dazu ist es notwendig, dass wir uns intensiv mit unserem eigenen Schreiben auseinandersetzen, indem wir germeinsam viel schreiben, Texte kritisch lesen und über das Schreiben diskutieren. Sie lernen Typen, Elemente und Formen der Argumentation kennen und arbeiten daran, diese Elemente mit Ihren individuellen Schreibgewohnheiten zu vereinbaren und im aktiven Schreiben umzusetzen. Dabei werden wir zwangsläufig auch Qualitätskriterien für überzeugende wissenschaftliche Texte besprechen. Sie werden mehrfach kleinere Übungstexte schreiben und im Rahmen des Kurses vorstellen.

Nach der Makroorganisation akademischer Texte nehmen wir auch deren Mikroorganisation genauer unter die Lupe und erarbeiten uns Kriterien guter Lesbarkeit. Sie setzen diese Kriterien auch aktiv um, indem Sie eigene Texte mehrfach intensiv überarbeiten und umschreiben. Bewertet wird am Ende des Semester ein ausgearbeiteter argumentierender Text in Gestalt eines akademischen Essays mit einigen Vorstufen und Begleittexten (Portfolio).

Lernziele:

  1. Elemente der Higher- und Lower-Order Concerns im akademischen Schreibprozess überblicken
  2. Argumentationsstrukturen wissenschaftlicher Texte analytisch erkennen und eigenständig gestalten
  3. Überarbeitungsphasen zur leserorienterten Gestaltung akademischer Texte nutzen
  4. Methodenrepertoire zum logischen Gestalten und nachvollziehbaren Formulieren eigener Texte nutzen

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Kopfchaos entheddern:
Knete deine Gedanken in Form!

Was im kuscheligen Zuhause des eigenen Kopfes noch recht stimmig wirkt, entpuppt sich beim Niederschreiben oft als widerborstiges Gedankenknäuel. Dieser Workshop hilft dir, vor, während und nach dem Rohtexten gedankliche Klarheit in die grobe Gedankenarchitektur deines Textes zu bringen und ihm eine nachvollziehbare Makrostruktur zu geben. Bitte möglichst Papier und Stifte mitbringen!

Lernziele:

  1. Probleme beim Übersetzen mentaler Räume in einen linearen Text überblicken und verstehen
  2. graphische Darstellungen und kognitive Karten zum Dokumentieren und Fixieren räumlicher Gedankenstrukturen nutzen können
  3. Techniken zum Linearisieren der Karte in eine sprachliche Sequenz anwenden können

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Funkelnde Paragraphen: Bau perfekte Absätze!

Wie gut lässt sich ein wissenschaftlicher Text lesen? Das hängt nicht nur von seiner Grobgliederung ab, die im Inhaltsverzeichnis sichtbar wird, sondern auch von der Innenausstattung der einzelnen Kapitel: von den Absätzen, die sich zur detaillierten Kette der Argumente zusammenfügen. Du sichtest in diesem Workshop den Ideenkleber, der Absätze untereinander und Sätze innerhalb eines Absatzes zusammenhält, und schraubst an einem perfekten Absatz für Deine eigene Arbeit.

Lernziele:

  1. Grundregeln der Kohärenz und Kohäsion kennen
  2. Texte auf Kohärenz und Kohäsion prüfen können
  3. Hilfsgerüste für den Bau lesbarer Absätzen im eigenen Schreiben nutzen

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Akademisches Kopfkino: Lebendige Wissenschaftssprache

Wissenschaft soll klar, eindeutig und sachlich sein. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie langweilig sein muss! Wir sehen uns in diesem Workshop näher an, wie sich ein wissenschaftlicher Text nicht nur inhaltlich interessant, sondern auch sprachlich lebendig und flüssig lesbar gestalten lässt. Der Workshop richtet sich an erfahrenere Studierende, denen das wissenschaftliche Schreiben und Argumentieren schon einigermaßen gelingen, die aber mit dem oft trockenen, distanzierten Stil dieser Sprache kämpfen. Statt zu kämpfen, werden wir spielen: mit Gedanken und Wörtern experimentieren, gemeinsam schreiben und unsere Schreibversuche auch besprechen. Bitte bring in den Workshop eine Idee aus deinem Fachbereich mit, zu der du gerne schreiben möchtest: eine Beobachtung, ein Argument oder einen Gedanken.

Lernziele:

  1. Stilkriterien für gut lesbare Texte kennen und beim Beurteilen von Texten anwenden
  2. Beschreibungsmetaphorik in akademischen Texten reflektieren
  3. Techniken zum Verbessern der Lesbarkeit beim Überarbeiten eigener Texte nutzen

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Sonstiges

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Akademische Deputatslehre

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Wintersemester 2023/2024 (teils in Präsenz, teils online)

Sommersemester 2023 (teils in Präsenz, teils online)

Wintersemester 2022/2023 (teils in Präsenz, teils online)

Samuel-Heinicke-Realschule München

Nach dem Auslaufen meines Vertrages an der Universität Würzburg hatte ich ein halbes Jahr an keine akademische Anstellung, sondern habe als Deutschlehrerin an der Samuel-Heinicke-Realschule in München gearbeitet, einer staatlich anerkannten Realschule für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Hören. Als Quereinsteigerin habe ich eigenverantwortlich den Deutschunterricht in zwei achten und einer neunten Klasse gestaltet, außerdem zahlreiche Vertretungsstunden für Klassen aller Jahrgangsstufen.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wintersemester 2021/2022 (alle Veranstaltungen online, minimale Präsenzanteile im Basismodul)

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Zusätzlich:

Sommersemester 2021 (alle Veranstaltungen online)

Wintersemester 2020/2021 (alle Veranstaltungen online)

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Zusätzlich:

Sommersemester 2020 (alle Veranstaltungen online)

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Zusätzlich:

Wintersemester 2019/2020

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Zusätzlich:

Sommersemester 2019

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Zusätzlich:

Eberhard Karls Universität Tübingen

Wintersemester 2017/2018

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Zusätzlich:

Sommersemester 2017

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Zusätzlich:

Wintersemester 2016/2017

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Zusätzlich:

Ludwig-Maximilians-Universität München

Schreibwerkstätten

Die Workshops, die ich als ehrenamtliche Trainerin für das Schreibzentrum der LMU entwickelt und angeboten haben, sind in der Chronologie fortlaufend unter den jeweiligen Semestern verzeichnet - auch für jene Semester, in denen ich an auswärtigen Hochschulen beschäftigt war.

Wintersemester 2018/2019

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Zusätzlich:

Sommersemester 2018

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Zusätzlich:

Sommersemester 2016

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Zusätzlich:

Wintersemester 2015/2016

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Zusätzlich:

Sommersemester 2015

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Zusätzlich:

Wintersemester 2014/2015

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Zusätzlich:

Sommersemester 2014

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Zusätzlich:

Wintersemester 2013/2014

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Zusätzlich:

Sommersemester 2013

Wintersemester 2012/2013

Sommersemester 2012

Wintersemester 2011/2012

Sommersemester 2011

Wintersemester 2010/2011

Sommersemester 2010

Wintersemester 2009/2010

Sommersemester 2009

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Zusätzlich:

Wintersemester 2008/2009

Sommersemester 2008

Wintersemester 2007/2008

Sommersemester 2007

Wintersemester 2006/2007

Wintersemester 2005/2006

Sommersemester 2005

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